[Gastbeitrag von Simon Haasis] Konzert in Heinstetten am 29.10.2017

Von vizeweltmeisterlichen Ohrenfreuden

Das Landesblasorchester Baden-Württemberg verzaubert beim Gastspiel in der Turn- und Festhalle Heinstetten. Sein begeistertes Publikum dankt es ihm frenetisch.

Das ist bekannt: wenn das Landesblasorchester Baden-Württemberg (LBO) sich die Ehre gibt, darf ein Ohrenkitzel von jeder Zuhörerin und jedem Zuhörer erwartet werden. Nicht zuletzt der diesjährige Vizeweltmeister-Titel beim WMC in Kerkrade dokumentiert dies. Bedenkt man, dass in der Konzertklasse für Harmoniemusik einzig der Weltmeister aus Maastrich einen Vorsprung von einem halben Punkt hielt, dann mussten sich die Musikerinnen und Musiker des LBO unter ihrem Dirigenten Björn Bus keine Asche aufs Haupt streuen. Sie gehören damit schließlich zu den besten sinfonischen Blasorchestern der Welt.

Nun also das Gastspiel in der kleinen, leider akustisch zur Übersteuerung neigenden Turn- und Festhalle Heinstetten. Rührig umsorgt von einer gefühlten Hundertschaft an Musikerinnen und Musikern des örtlichen Musikvereins, der vor Beginn des Konzerts und in der Pause für das leibliche Wohlergehen der fast vollen Halle sorgte, durfte man gespannt sein.

Zwischen Richard Strauss und spanischen Landschaften

Zu Beginn gleich zweimal Musik des deutschen Komponistenübervaters des zwanzigsten Jahrhunderts Richard Strauss. Sein Don Juan, op. 20 bringt schon im Original sinfonische Orchester ins Schwitzen, so dass es eine Freude war das spielfreudige LBO zu beobachten, wie es sich durch die von Mark Hindsley eingerichtete Partitur musizierte.
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Über den Autor des Gastbeitrages

Portrait S. Hassis

Mag. Simon Haasis ist Musikwissenschaftler und derzeit als wissenschaftlicher Publizist und Kulturjournalist tätig. Er studierte an der Universität Wien und befindet sich derzeit in der Abschlussphase seiner Dissertation zur französischen Oper des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Zu weiteren Arbeitsschwerpunkten gehören vor allem auch die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts, Fragen der Musikhistorik, kulturwissenschaftliche Methodenfragen und Gender- und Queerstudies. Haasis ist als Vortragender im In- und Ausland tätig und lehrte an der Universität Wien; zuletzt im Sommersemester 2016 zur französischen Oper. Weitere Informationen sind auf simonhaasiskulturjournalismus.wordpress.com zu finden.

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