#roadtowmc

Der erste Teil unserer #roadtowmc ist geschafft. Die Konzerte in Deutschland liegen hinter uns und unser Auftritt beim World Music Contest in Kerkrade rückt immer näher. Jetzt gilt es, das Geprobte irgendwie zu konservieren und seinem Instrument den letzten Schliff zu verpassen. Da ich nicht zu der Berufsgruppe „Profimusiker“, sondern zu den Lehrern gehöre, gestaltet sich dies aber nicht ganz so einfach. Kurz vor den Sommerferien ist das Stresslevel an den Schulen nämlich im roten Bereich! Zu den besonderen Aufgaben der Musiklehrer gehören ja auch noch die Umrahmung der Abschlussfeier und des Schulfests und es sollten langjährige Kollegen musikalische geehrt und verabschiedet werden. Von WMC-Fieber ist bei mir also noch überhaupt keine Spur!
Nachts dann, wenn der Mond sein gleißendes Licht wirft und ich meine Oboe auspacke, kommt dieses beklemmende Gefühl: „Verdammt! Demnächst sitzt ich da in der Rodahal in Kerkrade und dann sollte doch alles perfekt sein!“ Leider ist „Perfektion“ ein Wort, mit dem Oboisten nix anfangen können. Ganz im Gegenteil übrigens die Dirigenten,
zumindest unser Chef Björn! Wir Oboisten haben da nämlich dieses geheimnisvolle Doppelrohrblatt, das uns in den Wahnsinn treibt. Darüber könnt ich Romane schreiben …aber erst nach Kerkrade.

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In den Tagen bis zum Wettbewerb übe ich kaum die Stücke aus unserem Programm. Die sitzen jetzt eigentlich und wir haben ja immerhin noch drei Probetage in unserem Basislager in Prüm. Also kram ich ein paar alte Stücke aus. Keine Blasorchesterliteratur. Vielleicht Marcello oder Haydn oder Schumann. Was mit langen Phrasen ist immer gut. Töne aushalten bringts. Immer wieder auch mal das Mozartkonzert, um es dann nach den ersten Takten wieder ins Eck zu schmeißen.

2005 nahm ich zum ersten Mal mit dem LBO beim WMC teil. Ich war damals schwer beeindruckt von diesem Wettbewerb! An Vieles kann ich mich bis heute gut erinnern. Das Kloster Rolduc, unser Hauptwerk Gilgamesh, 50 Grad auf der Bühne, die Party danach und natürlich unsere damalige Chefin Isabel Ruf-Weber. Sie hat dem Orchester das nötige Selbstbewusstsein verliehen und mir ganz persönlich viel Vertrauen entgegen gebracht. Das hat mich damals als Musiker einen wichtigen Schritt nach vorne gebracht.

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Auch 2009 war ich erneut mit dem LBO dabei. An das Konzert erinnere ich mich leider kaum. Meist ein Zeichen dafür, dass irgendwie das gewisse Etwas gefehlt hat.
2017 jetzt also wieder WMC-Spektakel! Diesmal wird der „X-Faktor“ gesucht. X ist ja bekanntlich eine Unbekannte (ja …Mathelehrer) und ich bin total gespannt, ob wir dieses X finden und das Publikum und die Jury mit unserem Konzert begeistern können. Drückt uns die Daumen!

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