Archiv für den Monat Oktober 2015

Feinschliff in der zweiten Probephase

Wieder strömten die Musiker des Landesblasorchesters gesammelt am Freitagabend nach Kürnbach. Nach freudigen Begrüßungen und dem ein oder anderen, der noch ein schnelles Abendessen zu sich nahm, wurden schon fleißig Stühle gestellt und das Schlagwerk aufgebaut. Dann sammelten sich um acht alle zum Stimmen und freuten sich auf den Beginn eines weiteren produktiven, geselligen und unterhaltsamen, aber sicherlich auch anstrengenden Wochenendes.

Da unser Dirigent Björn Bus noch etwas angeschlagen war, probten wir „nur“ bis 22:30 – eine Probe, in der wir wieder in unseren LBO-spezifischen Klang zurückfinden und erste Feinschliffe vornehmen konnten.

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Trotz langer Probe fanden sich danach fast alle im Speisesaal oder Flur zusammen und feierten mit gespendetem Bier, Kuchen und selbstgemachtem Apfelmost. Das ist das Schöne am LBO – die Gemeinschaft beim und über das Proben hinaus!

Am nächsten Morgen waren trotzdem alle fit für die Registerproben, bei denen in den einzelnen Stimmgruppen nochmal näher ins Detail gegangen werden konnte. Ab da gab es nur noch Tuttiproben, denn das Konzert rückt immer näher. Feinarbeit ist Programm: Bei Cerebral Vortex wurden rhythmisch komplexe Stellen ganz genau geprobt und darüber diskutiert, welche Schlägel für die Röhrenglocken eingesetzt werden sollten. Auf Reginas Einwand in einer Saxophonstelle, dass die Spieler vielleicht auch irgendwann atmen müssten, antwortete Björn ganz einfach: „Neee, da gibt’s nichts zu atmen!“ Ob er das wohl ernst meint? 😉

In den Pini di Roma sorgte das Vogelgezwitscher aus dem Samsung-Handy für kurze Lacher – auch hier: Abspielen aus dem Handy und wenn ja, mit oder ohne Lautsprecher? Im selben Stück werden auch Offstage Blechbläser eingesetzt, wie bereits im Kalifornienprogramm. Auch das muss immer geprobt werden: Hört der Spieler das Orchester überhaupt? Wie wirkt sich die räumliche Distanz auf eine mögliche akustische zeitliche Verschiebung der Stimmen aus?

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Am Samstagabend dann konnten wir Chroma zum ersten Mal mit den beiden Solistinnen Cécile Grüebler und Raphaela Gromes spielen, denen das Werk Buerkis auch gewidmet ist. Die beiden musizieren wunderbar zusammen und ihr Strahlen und Lächeln sprang sofort auf Dirigenten und Orchester über. Sie verabschiedeten sich am Sonntag nach dem Werkstattkonzert mit den Worten: „Ihr seid ein tolles Orchester und es macht großen Spaß, mit euch zusammen zu spielen!“ Das können wir nur erwidern!

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Am Sonntag hatten wir ein „Geburtstagskind“, Alexandra Zinßer an der Klarinette, die uns mit diesem wunderbaren Apfelmost versorgt hatte. Außerdem war nun als Letztes auch die Harfe da und somit waren wir bestens gerüstet für das Werkstattkonzert nach dem Mittagessen. Die Ohrwürmer dieses Wochenendes werden wohl noch einige Zeit in unseren Ohren nachklingen!

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Die Bilanz: Wir konnten vieles nochmal verbessern und jeder weiß aber auch, was er bis zum Konzertwochenende noch tut kann, damit unsere Zuschauer den bestmöglichen LBO-Sound zu hören bekommen. Das erste Konzert ist am Samstag, den 24. Oktober um 19Uhr, in der FILharmonie in Filderstadt-Bernhausen. Eintritt frei, also kommt zahlreich!

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